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Forschung am CPC-M - Bauernhofstaub gegen Asthma bei Kindern

Forschung am CPC-M

Bauernhofstaub gegen Asthma bei Kindern

Kinder auf dem Bauernhof - Mikroorganismen schützen vor Asthma

Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, erkranken seltener an Asthma Bronchiale. Die Entzündungsreaktionen, die zu Asthma Symptomen führen, sind bei ihnen weniger ausgeprägt. 

 

Diese Erkenntnis macht sich eine Studie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München zunutze und geht einen Schritt weiter: Das Team um DZL PI Prof. Bianca Schaub möchte einen Weg finden, die entzündungshemmenden Effekte der bäuerlichen Umgebung in ein therapeutisches Mittel, ein Asthma Medikament, zu übertragen.
Was nämlich bekannt ist: Es sind die kleinsten Staubteilchen in der Bauernhofluft, die die Kinder "gegen Asthma immun" machen. Diese Wirkung konnte das Team um Prof. Schaub nun im Labor nachstellen: Es stimulierte Blutproben von Kindern mit Asthma bronchiale mit dem Bauernhofstaub. Ergebnis: ein entzündungshemmender Effekt, eine asthma-protektive Wirkung.

Verengung der Bronchialäste bei Asthma (rechts)
Bronchialast bei Asthma, mit und ohne Verengung

Zusätzlich fanden die Forscher ein Eiweiß, das in den Blutproben von Kindern mit Asthma im Vergleich zu gesunden Kindern auffällig vermindert vorhanden ist. Bei Kindern, die bis zum Schulalter Asthma bekamen, war diese Auffälligkeit schon bei der Geburt zu sehen.

Dieses Eiweiß, ein entzündungshemmende Regulator (TNFAIP3) könnte insofern als Hinweisgeber, als Biomarker dienen. Kinder, deren Blut vergleichsweise wenig davon enthält, haben ein höheres Risiko Asthma zu entwickeln. Eine weitere interessante Erkenntnis: Auch dieser Regulator mit seiner entzündungshemmenden Wirkung reagierte bei Kindern mit Asthma auf die Stimulierung der Blutproben mit Bauernhofstaub. TNFAIP3 war anschließend genauso ausgeprägt wie im Blut gesunder Kinder.

Kinder mit Asthma: Behandlung mit Mikroorganismen aus dem Bauernhofstaub?

Für die Zukunft ergeben sich daraus positive weitere Forschungsziele: Der Biomarker TNFAIP3 soll zukünftig für die Diagnosestellung Asthma mit integriert werden. Er kann dazu dienen, festzustellen, welche Kinder ein höheres Risiko für ein späteres Asthma haben. Gleichzeitig soll der entzündungshemmende Effekt von Bauernhofstaub weiter untersucht werden. Möglicherweise ergibt sich hier ein präventiver Ansatz, um Kinder auch in urbanen, städtischen Gebieten vor Asthma zu schützen.

Wie entsteht Asthma eigentlich? Auch darüber wollen Forscher des DZL-Standorts München mehr herausfinden...

Gruppenleiter

Prof. Dr. Bianca Schaub

Leiterin der Forschungsgruppe AG Allergie/Immunologie im Dr. von Haunerschen Kinderspital
Klinikum der LMU München
bianca.schaubnoSp@m@med.uni-muenchen.de
Tel.: 089 4400-57856

Teammitglieder

Andreas Böck, PhD, Biostatistiker
Jana Eckert, PhD, Biologin
Dr. Kathrin Zeber, Studienärztin
Isolde Schleich, MTA
Tatjana Netz, MTA  
Johanna Krusche, PhD Student
Kristina Laubhahn, PhD Student
Sarah Basse, MD Student

Publikationen

Krusche J, et al., Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2019

TNFAIP3 is a key player in childhood asthma development and environment-mediated protection.

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